Wer bin ich

Hallo zusammen, ich bin Vegina – den Spitznamen hat mir meine beste Freundin verpasst – bin 39 und wohne in Mittelfranken. Da wollte ich zwar nie so wirklich hin, aber wie es so manchmal im Leben ist, ist wohl der Weg das Ziel. Nun habe ich beschlossen über meine Entscheidung vegan zu werden zu bloggen. Auf dieser Seite findet jeder der diesen Weg bereits gegangen ist, oder es noch vor sich hat Rezepte die weit mehr sind als 08/15, Tips, Ideen und Anregungen rund ums Thema.
In den letzten 2 Jahren habe ich mich mehr und mehr mit dem Leben auseinander gesetzt. Was bedeutet Leben für mich, was macht mich glücklich. Bin ich happy und zufrieden und wer ist dafür verantwortlich dass ich so fühle. Es gibt nur eine Person die darauf Einfluss hat: nämlich ich selbst!
Eine gute Freundin von mir war zu diesem Zeitpunkt bereits seit einiger Zeit vegan und hat mir in bestimmten Bereichen die Augen geöffnet. Ich wurde aufgeklärt und habe mich selbst damit auseinander gesetzt. Viele Dinge waren mir nicht bewusst und ich war genauso ungläubig, wie die Leute jetzt, denen ich erzähle, dass z.B. Wein auch nicht zwingend vegan ist. Man wird mit großen Augen angeschaut. Ich hoffe doch dass jeder, der nur ein bisschen denken kann, sich auf diesen einzig richtigen Weg begibt.
Zu Anfang habe ich auch viele Fertig-Produkte probiert die vegan waren. Ich habe Brotaufstriche und Kürbisbratlinge getestet und mich Schritt für Schritt, auch beim Kochen Zuhause von dem entfernt, was ich seit meiner Kindheit kannte. Im Thaicurry war plötzlich kein Fleisch mehr nötig und bei vielen anderen Dingen wollte ich bewusst den Ersatz testen.
Die Wurst auf dem Brot wegzulassen, war noch das Einfachste. Ich habe in den ganzen Lebensmittelmärkten alle erdenklichen veganen Brotaufstrich gekauft. Nichts desto trotz habe ich die verschiedensten Ersatzprodukt getestet. Die erste Bratwurst hatte einen komischen Geschmack und auch jetzt, kann ich mich nicht mit allem anfreunden, was der Markt so bietet. Allerdings habe ich auch hier Produkte gefunden, die definitiv wie das „Original“ oder einfach anders besser schmecken und somit den Weg aufs Abendbrot finden.
Zum Thema Fleisch war der erste Gedanke, den Verbrauch zu senken und auf Produkte vom regionalen Biobauern umzusteigen, dort zu sehen wie die Tiere leben und somit der Supermarktmassenware den Kampf anzusagen. Diesen Weg gab es allerdings irgendwie nicht, denn das Bewusstsein, dass auch diese „glücklichen“ Tiere nicht tot gestreichelt werden, wuchs. Ich habe einfach aufgehört Fleisch zu essen. Wer mich kennt, und noch zu Fleischfresser-Zeiten einen Blick in meinen Kühlschrank geworfen hat, wusste eh, dass ich ein Gemüse-Junkie bin. Nicht desto trotz fange ich zu sabbern an, wenn der Burger auf dem Grill brutzelt – mit „beyond meat“ gibt es hier seit kurzem aus den USA Ersatz der jeden Fleischfresser zum Erstaunen bringt.
Im Gegensatz zu meiner Familie war ich noch nie so der große Milchtrinker, aber selbst die kleine Menge Milch die ich für Kaffeegäste oder zum Kuchen backen gekauft habe, ist Muttermilch einer Kuh, die jedes Jahr ein Kalb auf die Welt bringen muss, dass ihr weggenommen wird. Dass Hafermilch ein leckerer Ersatz in Kaffee oder Chai ist, musste auch ich erst lernen. Zum kalt so trinken ist mein Favorit Kokosmilch und Mandelmilch eignet sich hervorragend zum Kuchen backen. Selbst gemacht finde ich seit Neuestem das Besten: Man weiß einfach genau was drin ist und zeitlich sowie preislich geht hier der Daumen hoch.
Bei Joghurt, war Soja-Joghurt für mich überhaupt nicht lecker. Mit den Produkten von „Made with Luve“ und dem Natur-Lughurt habe ich eine leckere Alterniveau für das Frühstücksmüsli gefunden. Je nach Hersteller mag ich auch noch Soja-Joghurt Vanille. Von den Obstsorten bin ich schon seit Kindertagen nicht begeistert. Dann lieber saisonales frisches Obst ins Müsli oder Natur-Joghurt geben.
Die größte Herausforderung war der Käse. Noch heute stehe ich vor großen Käsetheken und genieße den Geruch von kräftig würzigem Bergkäse. Dass all die leckeren Sorten, genauso wie Milch, Produkte sind, die so viel Leid verursachen, habe ich nie wahrhaben wollen. Seit dem freue ich mich über jede noch so erdenklichen neue Sorte Käseersatz und probiere mich durch. Wie so oft im Leben gibt es auch hier verschiedene Geschmäcker und bei einigen Sorten war ich teils mehr als begeistert. Im Bereich der Weichkäse sind die Foodcreator in verschiedenen Nationen mit Feuereifer dabei, Produkte ohne Tierleid auf den Markt zu bringen.
Bei den Süßigkeiten habe ich zuerst alles was daheim war aufgebraucht oder auch verschenkt. Hier ist, wie in allen Bereichen, wegwerfen nicht die Lösung. Nachgekauft wurde dann nur Veganes. Bei vielen Produkten half mir die App „Codecheck“ und mit der Zeit lernt man das Lesen der Zutatenlisten. Der Gang in den Supermarkt endete auch in der Süßwarenabteil oftmals frustrierend. Wie viele Kekssorten nicht ohne Tierleid auskommen -> traurig. Wer selbst bäckt, weiß, dass es für Butter pflanzlichen Ersatz gibt und Ei nicht nötig ist. Mit der Zeit findet man Produkte die aus Versehen vegan sind, oder es schon immer waren, aber auch neue Produkte die vegan auf den Markt kommen. Über Hersteller die ihre Produktinhalte anpassen, freut man sich natürlich auch sehr.
All diese Produkte nicht mehr zu essen, war und ist für mich allerdings kein Verzicht, sondern eine Bereicherung. Denn nicht mein Geschmack hat sich geändert sondern meine Einstellung.
Noch nie habe ich mich so sehr mit dem Leben und der Ernährung auseinander gesetzt. Ich gehe zum Bauernmarkt, unterstütze Landwirte aus der Region, kaufe Produkte die es saisonal gibt, Ernte auf Erntefeldern. Ich erinnere mich an Kindertage als wir mit Papa in den Pilzen waren oder Mama Obst eingekocht hat. Ich nutze Produkte, die ich bis dato gerade mal vom Namen her kannte und koche vielfältiger, bunter und abwechslungsreicher als je zuvor.

Ich freue mich, wenn ich euch inspirieren kann. Kommt gerne wieder oder besucht meine Seite auf Instagram & Facebook. Likes, Follower und Kommentare sind gern gesehen und werden natürlich beantwortet.

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