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Quiche – herzhafter Sattmacher

Seit meiner Kindheit kenne und liebe ich sie: die Quiche!

Früher gab es bei Mama traditionell Quiche Lorraine. Die Lothringer Specktorte wurde mit Schinkenspeck und einer Eiermasse üppig gefüllt. Manchmal kam noch würziger Käse zum Einsatz und Schwarzwälder Schinken. Ob zum Spieleabend, an Silvester oder bei Geburtstagen – wir waren immer begeistert. Selbst als Verpflegung für unterwegs eignete sie sich gut, da man sie frisch aus dem Ofen, lauwarm aber auch kalt genießen kann.

Vegan war daran ja irgendwie nichts und nach vielen Jahren habe ich mich an Quiche-Variationen gewagt die mit Gemüse gefüllt sind. Je nach Saison könnt ihr verwenden was ihr möchtet. Ob Spargel-Quiche im Frühjahr, orientalisches mit Kürbis im Herbst oder im Sommer einfach nur farbenfrohe Zucchini und frische Tomaten.

Quelle Wikipedia: “Wie berichtet wird, war die Quiche Lorraine ein typisches Montagsessen, weil man im Belag sehr gut die Fleisch- oder Gemüsereste des Sonntagsmahles unterbringen konnte.”

Also tobt euch aus. Nehmt was der Garten zu bieten hat.

Der Teig

Als Boden wird klassischerweise ein Mürbeteig hergestellt. Ursprünglich wurde die Quiche allerdings statt aus Mürbeteig in einem Brotteig gebacken. Ich habe mittlerweile einige Variationen getestet, die alle auf ihr Art sehr lecke sind und für Leute mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten eine tolle Alternative darstellen.

Von Quiche ohne Boden, über Teig aus Auberginen, Kartoffeln, Hartweizengrieß und Polenta ist hier einiges dabei. Sogar mit Nüssen kann man herzhafte Böden backen. Alles Vegan, teilweise Low Carb oder Glutenfrei.

Meist, aber nicht immer, wird der Boden dabei ca. 20-30 Minuten bei 180° Grad vorgebacken – auch blind backen genannt.

Die klassische Backform ist die Tarteform mit gewelltem Rand. Ihr könnt allerdings auch eine Springform nehmen oder bei großen Mengen auf ein Backblech mit Rand zurückgreifen.

Die Quiche kann mit einem Salat als Hauptspeise, aber auch als Vorspeise gegessen werden. Mit einem Glas Wein versteht sie sich auch sehr gut.

Das Gemüse

Je nach Sorte müsst ihr das Gemüse etwas vorgaren, da die Backzeit im Ofen nicht ausreicht. Lasst alles gut abtropfen und füllt es nach Herzenslust in die Quiche. Verwendet ihr große Stücke oder Scheiben, so belegt den Boden damit und gebt danach die Creme-Füllung dazu. Habt ihr das Gemüse klein geschnitten und angebraten, könnt ihr die Füllung gleich in der Pfanne dazugeben, alles miteinander vermengen und dann auf den Teig geben.

Die Creme-Füllung

Traditionell besteht die Füllung aus Eiern und Creme Fraiche. Hier musste ich etwas herumprobieren und habe die, für mich leckerste, Variante herausgefunden:

  • 200-400g Seidentofu (200g reichen meist aus, wenn ihr klein geschnittenes Gemüse verwendet und alles miteinander vermengt)
  • 100ml Pflanzensahne
  • 25 ml Wasser
  • 1 EL Speisestärke – alternativ Kichererbsenmehl
  • Salz, Pfeffer, Kurkuma
  • Gewürze & Kräuter passend zum jeweiligen Gemüse

Habt ihr weniger Seidentofu oder Pflanzensahne, könnt ihr die Anteile mit Pflanzenmilch auffüllen – hauptsache die Menge bleibt gleich. Bei Bedarf muss die Menge an Speisestärke leicht erhöht werden, damit die Masse gut bindet. Sie sollte eine cremige Konsistenz haben. Kichererbsenmehl schmeckt man meines Erachtens etwas heraus, was ich bei gewissen Gemüsesorten als störend empfinde.

Alle Zutaten in einen Mixer geben und kräftig pürieren.

Entweder in die Pfanne zum klein geschnittenen Gemüse geben oder über das auf den Boden drapierte gießen.

Bei 170° Grad Umluft 30-40 Minuten goldbraun backen.

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